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Arganöl – das flüssige Gold Marokkos




Arganöl ist eines der wertvollsten Öle der Welt, das wegen seiner vielfältigen Wirkung eine immer größere Beliebtheit genießt. Es beugt Haualterung vor, spendet Feuchtigkeit, fördert die Durchblutung, kurbelt die natürliche Regeneration der Haut an, strafft die Haut und wirkt zusätzlich dermatologisch vor allem bei Neurodermitis, Akne, Psoriasis (Schuppenflechte ), Rheuma, Gelenkschmerzen und Hämorrhoiden mildernd. Doch die beste Wirkung entfaltet sich bei der sowohl äußeren, als auch inneren Anwendung, da es als Speiseöl nicht nur das Gericht verfeinert, sondern auch das Immunsystem stärkt und beispielsweise Herz- und Kreislaufproblemen vorbeugt. Es kann aber ebenso Sonnenbrände lindern oder auch als Wundendesinfektion dienen.

Die Arganie


Die Arganienbäume, die ca. 250 Jahre alt werden können, an denen die Argannüsse wachsen, gibt es nur noch bzw. ausschließlich im Süd-Westen Marokkos. Sie dienen den Menschen als Bauholz, Brennstoff, Nahrungsmittel und auch als Medizin. Sie stellen für viele Familien die einzige Einnahmequelle dar.

reine Frauenarbeit


Hier wird seit Jahrhunderten in alter Tradition aus den Nüssen das Arganöl hergestellt. Während es früher in kleineren Mengen zu Hause poduziert wurde, gibt es heutzutage sogenannte Cooperativen, in denen sich Frauen zur gemeinsamen Produktion zusammenschließen und so gleichberechtigt ihr eigenes Unternehmen führen. Die zuerst verpönte Arbeit der Frauen, die normalerweise nie das Haus oder Dorf verließen, da Arbeit für Frauen damals eine Schande darstellte, dient nun zur Ernährung der Familie, Aufwertung des gesellschaftlichen Standes, aufgrund des besseren Wohlstandes und zur Emanzipierung der Frauen, die nun nicht mehr finanziell abhängig sind und ihr Geld für ihre eigenen Interessen ausgeben können.

Die Produktion des Öls


Die Früchte hierzu werden selbst gesammelt und aufgrund der steigenden Nachfrage auch von den umliegenden Bauern aufgekauft. Sie müssen eine Woche lang trocknen und werden dann in Handarbeit geschält, welches Ungeübten oft blutige Finger einbringt, da die Nüsse, die 15-mal härter als Haselnüsse sind, zwischen zwei Steinen freigeklopft werden. Danach werden die Nüsse über einem Feuer, dem die leeren Nussschalen als Brennstoff dienen, geröstet. Diese Aufgabe fordert besonderes Geschick der Frauen, die sich hierfür immer abwechseln, da bei einer zu kurzen Röstung das Öl sauer bleibt, während eine zulange Röstung einen verbrannten Geschmack mit sich bringt. Anschließend werden die gerösteten Kerne in einer
Steinmühle gemahlen. Hierbei entsteht ein zähflüssiger Brei, der daraufhin unter Zugabe von Wasser geknetet wird. Hierdurch trennt sich Stück für Stück das Öl von der restlichen Masse. Diese Prozedur ist äußerst anstrengend und aufwendig. Etwa 40 kg Früchte ergeben ca. 1 L Arganöl und eine Cooperative von beispielsweise 37 Frauen produziert so etwa 4 L Öl pro Tag. Die übrig geblieben Paste dient danach als Tierfutter.

Das Öl


Das Öl hat danach eine bräunliche Farbe und schmeckt leicht nussig und schon wenige Tropfen verfeinern jedes Gericht. Bis zu 40 € kostet ein 1 L Arganöl in Marokko und in Europa zahlt man oft das Doppelte dafür.

Der Unterschied zwischen essbarem und kosmetischem Öl


Während es damals keinen Unterschied zwischen dem essbaren und dem kosmetischen Öl gab, ist dies heute anders, da einige expirimentelle Arbeit und Freude gezeigt haben, dass bei der Verarbeitung von ungerösteten Nüssen mehr der wertvollen Inhaltsstoffe, wie viel Vitamin E und Antioxidantien, erhalten bleiben. Der Produktionsablauf ist ansonsten derselbe, jedoch ist die Verarbeitung der ungerösteten Nüsse aufwendiger und die Ausbeute geringer, da die gerösteten Nüsse mehr Arganöl freisetzen. So muss eine Frau 3 – 4 h kneten um 1 L Öl zu produzieren, weshalb das kosmetische Öl teurer als das essbare Öl ist.

Die maschinelle Herstellung


Seit einigen Jahren gibt es auch große Unternehmen, die maschinell Öl herstellen und oft mit den großen Kosmetikfirmen in Europa zusammenarbeiten. Die Ausbeute hierbei ist natürlich größer, jedoch sagen Leute, die beide Produktionsarten kennen, dass es qualitativ große Unterschiede gibt, aber die Qualität dafür bei der industriellen Herstellung einheitlicher und der Ertrag größer ist. Zusätzlich zu dem schneller, quantitativ mehr und billiger hergestellten Öl kommt, dass diese Unternehmen von den Bauern die Früchte aufkaufen und somit den manuell herstellenden Cooperativen schaden.

Das Öl - Segen und Fluch


Der große Erfolg des Öles bedroht aber auch den Baumbestand selbst, da etwa 25.000 Bäume jährlich verschwinden und das Aufsammeln der Früchte und die Nutzung der abgebrochenen Äste als Brennstoff dessen Erneuerung verhindern. Und auch die verkürzten Regenzeiten, die ein Resultat des Klimawandels sind, und die einheimischen Tiere, wie beispielsweise Ziegen, die bis in die Baumkronen klettern, um dort die frischen Triebe zu fressen, schaden den Bäumen. Deshalb sind die noch verbliebenen ca. 20 Millionen Bäume seit 1998 von der UNESCO als "Biosphären-Reservat" geschützt und weder das Schütteln, noch das Abholzen der Bäume ist erlaubt. Lediglich die einheimischen Berber dürfen den Baumbestand nutzen. Außerdem will Marokkos König Mohammed VI. mit Hilfe einer nationalen Stiftung das Aussterben der Bäume verhindern. Alle bisherigen Versuche, die Arganien außerhalb dieser Region oder auch in Algerien zu kultivieren, sind bislang gescheitert. Und die Aufforstung gelingt lediglich in der Region selbst, so dass man hier die Samen aufkeimen lässt und diese dann anpflanzt. Dadurch sollen jährlich 200.000 – 300.000 Bäume, die erst nach 5 Jahren die ersten Früchte tragen, gepflanzt werden, um so auch der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.

28.3.14 18:54

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